Die 6 häufigsten Ausreden, kein Geld zu sparen (2021)

Carlos | November 2020 | 5 Minuten

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Fast jede dritte Person in Deutschland legt monatlich kein Geld zur Seite und könnte im Notfall keine 500 Euro aus Rücklagen zusammenkratzen.

Wir kennen sie alle, wir nutzen sie alle – Ausreden.

Ausreden sind nichts Weiteres als Entschuldigungen und nicht zu verwechseln mit einem vernunftgeleiteten Argument. Am Ende des Tages lügt man sich mit einer Ausrede immer dann selbst an, wenn man es nicht besser weiß.

Wir haben gemeinsam im Team die sechs häufigsten Ausreden gefunden, die Leute nutzen, um kein Geld zu sparen. Zusätzlich haben pro Ausrede eine passende Antwort geschrieben.

  Inhaltsverzeichnis

"Ich bin viel zu jung zum Sparen."

Du bist gerade fertig mit dem Studium, verdienst dein erstes Geld und sollst direkt anfangen für private Altersvorsorge, Familie und Co. zu sparen?

Was im ersten Moment wenig einleuchtend klingt, macht total viel Sinn. Je früher wir Geld sparen und investieren, desto mehr profitieren wir langfristig.

Unsere Antwort:

„Für eine solide Finanzplanung ist es nie zu früh. Unvorhersehbare Notfälle, Familienplanung, Eigenheim oder Rente – es gibt genug Gründe, um heute deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Fang so schnell wie möglich an, dein Sparverhalten zu automatisieren, baue dir Rücklagen auf und investiere das Geld, das du in den kommenden 10 Jahren nicht brauchst.

Denk hierbei an den Zinseszinseffekt – dieser entfaltet seine reale Kraft mit der Zeit. Je mehr du davon hast, desto besser.“

"Es bleibt zum Sparen nichts übrig."

Pleite sein ist eine Entscheidung, die wir persönlich für uns treffen. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten mehr Geld zu verdienen – oder Geld zu sparen.

Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, in den meisten Fällen handelt es sich jedoch um „billige“ Ausreden.

Unsere Antwort:

„Bevor du dir einredest, dass du keine Chance hast, Geld zur Seite zu legen, solltest du eine Methode testen: Führe 2-3 Monate lang ein Haushaltsbuch.

Es klingt wenig „“attraktiv“, ist jedoch der effektivste Weg, um dein Finanzverhalten zu verstehen. Schreib dir alle deine fixen und variablen Kosten auf. Es existieren oft Sparpotenziale, die uns vorher nicht bewusst sind.

Unser Tipp: Setze bei Abos auf Familien-Accounts, prüfe deine (Versicherungs-)Verträge und werde Mitglied von Foodsharing-Portalen – damit kannst du eine Menge Geld sparen.“

"Geld sparen lohnt sich nicht mehr!"

Hier müssen wir teilweise zustimmen. Wer mit seinem Vermögen positive, reale Renditen erzielen möchte, wird dies mit reiner Sparleistung nicht schaffen.

Auf ein Tagesgeldkonto, Sparbuch oder Girokonto gibt es keine nennenswerten Zinsen mehr – ganz im Gegenteil, es werden häufig sogar welche verlangt.

Unsere Antwort:

„Hier musst du differenzieren. Wer sein Geld für sich arbeiten lassen möchte, sollte nicht auf Sparprodukte setzen – sondern breit am Kapitalmarkt investieren.

Aber wie wir alle aus dem 1×1 der Finanzen wissen, gehören Ersparnisse zu den wichtigsten Bausteinen der privaten Finanzplanung. Sie sorgen z.B. im Notfall dafür, dass du genug finanziellen Puffer hast, um spontane Ausgaben zu decken. 

Ersparnisse bieten uns eine gewissen Form von Sicherheit und Planbarkeit, die gerade für Familien sehr wichtig ist.“

"Ich verdiene genug Geld."

Überschätzung ist ein sehr gefährliches Phänomen, das gerade bei jungen Menschen sehr beliebt ist. Aus dem Grund greifen auch die wenigsten von uns zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Unsere Antwort:

„Nichts ist sicher. Weder dein Job, noch dein Gehalt. Sorge für eine ausreichend große Stabilität, in dem du dir einen Notgroschen aufbaust.

Das Einkommen entscheidet nicht über Wohlstand, sondern dein Lifestyle. Wenn du von heute auf morgen deinen Job verlierst, weil deine Branche eine 180°-Drehung einlegt, dann kann es passieren, dass du ein halbes Jahr arbeitslos bzw. arbeitssuchend bist.

Diese Zeit musst du finanziell überbrücken – nutze heute einen Teil deines Gehalts zum Aufbau deiner finanziellen Absicherung.“

"Beim Geld sparen mangelt es mir an Disziplin."

Damit hast du schon mal etwas sehr Wichtiges getan: Du gestehst dir eine Schwäche ein – und das ist wiederum super.

Disziplin ist nichts, was von heute auf morgen kommt. Aus dem Grund ist es gerade am Anfang wichtig, dass du Wege findest, dein Sparverhalten zu automatisieren – „ohne bewusste“ Entscheidungen treffen zu müssen.

Unsere Antwort:

„Ein Mangel an Disziplin kann am besten besiegt werden, in dem wir Verhaltensweisen automatisieren. Wenn du nur das sparst, was am Ende des Monats übrig bleibt, liegt immer Geld zur Verfügung für spontanen Konsum.

Überweist du das Geld hingegen direkt zum Anfang des Monats per Dauerauftrag auf ein externes Konto, so steht dir für Konsum weniger zur Verfügung – dein Sparkonto wächst stetig. Hierfür kannst du das sog. Mehrkontenmodell nutzen.

Mit der Zeit entsteht eine Routine, die sich nach und nach verfestigt. Je größer die Ersparnisse, desto größer auch die Freude beim Konto-Check – das sorgt natürlich für eine zusätzliche, positive Verstärkung.“

"Mir ist Geld nicht wichtig."

Warum kündigst du dann nicht einfach deinen Job? Keiner kann von sich aus behaupten, dass er seinen Job nur aus Spaß und ohne finanziellen Hintergedanken macht.

Geld ist immer dann wichtig, sobald wir zu wenig davon haben.

Unsere Antwort:

„Geld ist nicht das Wichtigste im Leben – aber es ist durchaus relevant. Es sorgt für Stabilität, senkt den Stresslevel und ermöglicht uns eine größere Planbarkeit. Natürlich hat Geld einen abnehmenden Grenznutzen. Wer 200.000 Euro im Jahr verdient, muss nicht glücklicher sein als jemand, der 80.000 Euro im Jahr verdient.

Geld und Finanzen sind laut einer Umfrage von BlackRock die größten Stressfaktoren bei Deutschen. Sie sind einer der häufigsten Trennungsgründe und verstärken laut schwedischen Forschern sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allein diese Fakten sollten die Wichtigkeit von Geld untermauern.

Denke weitsichtig, verschaffe dir eine solide finanzielle Basis ohne auf jeglichen Spaß im Leben zu verzichten.“

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