Jochen Schöllig: „Nutzer sollen das Gefühl bekommen, mit einem Steuerberater per WhatsApp zu schreiben“

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Carlos | | 5 Minuten

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Hallo Jochen, riesen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview mit uns genommen hast! Erzähl uns doch zum Einstieg kurz etwas über dich. Wie kam es zur Gründung vom Steuerbot?

Marc und mir kam die Idee zu Steuerbot Mitte 2016. Tatsächlich hatten wir keine Ahnung von Steuern, fanden aber alle Steuerlösungen zu kompliziert und absolut nicht mehr zeitgemäß.

Marc und ich sind schon seit unserer Schulzeit befreundet, wir haben aber erst nach unserem Studium festgestellt, dass wir die gleiche Leidenschaft für gute Software, Design und Apps teilen.

Zuvor habe ich zusammen mit Waldemar (ebenfalls Mitgründer von Steuerbot) Codeatelier gegründet und die Smart-Home-Zentrale homee erfunden.

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Welche Vision verfolgt ihr eurer Steuer-App?

Mit Steuerbot wollen wir einfach die beste Steuerlösung überhaupt schaffen! Wir möchten so vielen Menschen wie möglich dabei helfen, dass sie sich ihre zu viel gezahlten Steuern vom Staat zurückholen.

Dabei darf es keine Rolle spielen, wie viel man verdient oder welche Ausbildung man hat. Es ist egal, ob man viel von Steuern versteht oder seine Steuererklärung zum ersten Mal macht.

Auch das Alter oder die Lebenssituation ist Steuerbot egal – wir möchten allen helfen!

Wie kam es 2018 zur schnellen Übernahme durch die Haufe Group?

Manchmal passt es einfach! Nach dem erfolgreichen Produktstart von Steuerbot, haben wir verschiedene Wege für das Unternehmen in Betracht gezogen.

Der Kontakt zu smartsteuer und  kam dann zur richtigen Zeit. Haufe und smartsteuer haben uns gemeinsam davon überzeugt, dass sie die perfekten Partner für uns sind, damit wir unser Wachstum fortsetzen und so noch viel mehr Menschen mit Steuerbot helfen können.

Gerade bei komplexen Steuerfällen stoßen Steuer-Apps (noch) auf ihre Grenzen. Wie sieht’s bei euch aus? Wer kann eure App nutzen?

Derzeit richtet sich Steuerbot an:

  • Arbeitnehmer:innen 👩‍💼 👨‍💼
  • Beamte und  Beamtinnen 👩‍🏫 👨‍🏫
  • Rentner:innen 👴👵
  • Studierende 👩‍🎓👨‍🎓

Damit decken wir bereits heute über 80 % aller Steuerfälle in Deutschland ab. Dies liegt daran, dass wir derzeit „nur“ Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Renten und Kapitalerträgen unterstützen.

Wir arbeiten aber auch schon an einer Erfassung der sonstigen Einkünfte, wie zum Beispiel private Veräußerungsgeschäfte, da bspw. der Handel mit Kryptowährungen immer populärer wird.

Ob wir weitere Einkunftsarten in unsere App aufnehmen, können wir im Moment noch nicht sagen. Wir haben aber schon Ideen, wie wir Steuerbot noch mehr Steuerzahlern und Steuerzahlerinnen in Deutschland anbieten können.

Wie ist seit dem Start der App das Feedback eurer Nutzer?

Das Feedback unserer Nutzer ist wirklich unglaublich! Am liebsten würde ich jetzt hier die besten Rezensionen zeigen, weil das einfach das tollste Kompliment für uns ist.

Ich denke aber, dass 4,9 ⭐ bei iOS und 4,8 ⭐ bei Android bei insgesamt über 35.000 Bewertungen schon ziemlich gut ist 😇

Mit Taxfix habt ihr einen starken Konkurrenten auf dem Markt. Wie grenzt ihr euch vom Wettbewerb ab?

Dass Taxfix und Steuerbot relativ zeitgleich an unterschiedlichen Orten in Deutschland entstanden ist, ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass der Markt für Steuer-Apps reif war.

Wer Steuerbot und Taxfix schon einmal ausprobiert hat, hat festgestellt, dass es innerhalb der Apps doch einen großen Unterschied gibt. Unser Ziel ist es mit dem Chat unseren Nutzer:innen das Gefühl zu geben als würde man mit einem Steuerberater per WhatsApp schreiben.

Steuerbot geht möglichst persönlich auf die Person ein, die gerade am Smartphone sitzt, und führt sie Schritt für Schritt bzw. Frage für Frage durch die Steuererklärung. Dabei hilft Steuerbot mit Steuertipps wo immer er kann.

Auch sonst gibt es natürlich noch Unterschiede zwischen den Apps 😉 Bspw. unterstützt Steuerbot auch Rentnerinnen und Rentner, bei denen Taxfix Stand heute noch passen muss.

Im Tax-Tech Bereich ist aktuell ziemlich viel los. Was habt ihr für 2021/22 mit dem Steuerbot geplant?

Weil wir mit Steuerbot die beste Steuerlösung anbieten möchten, werden wir uns auch in den kommenden Jahren auf dem bisherigen Erfolg auf keinen Fall ausruhen. Wir haben noch viele Ideen, wie wir bspw. in Zukunft noch mehr Steuerfälle abdecken können.

Es gibt immer neue Ansätze im Markt, die zeigen, dass wir definitiv noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen sind. Zusammen mit der Haufe Group (lexoffice, lexfree, smartsteuer, …) gibt es noch viele Ideen.

Last but not least. Brauchen Nutzer eurer App überhaupt noch einen Steuerberater?

Definitiv nicht. Sofern unsere Kunden und Kundinnen die derzeit von uns angebotenen Einkunftsarten haben, holt Steuerbot das Maximum heraus. In konventionellen Steuerkanzleien widmet man sich solchen Mandanten und Mandantinnen oft nicht mehr ausreichend.

Im Gegensatz dazu unterscheidet die App nicht danach, ob der Nutzer oder die Nutzerin eine hohe Erstattung erhält oder ob die App sehr lange oder nur kurz genutzt wird. Das macht es für alle Nutzer:innen angenehm, da sie sich so viel Zeit lassen können, wie sie benötigen. Außerdem steht unser Support-Team, bestehend aus Özlem, Tim und Pascal, immer zur Verfügung und kann generell jede Frage innerhalb von 24 Stunden beantworten.

Aber auch bei den Einkunftsarten, die noch nicht berücksichtigt werden, kennt sich unser Support-Team aus und kann daher auch Fragen beantworten, die von unserem Angebot abweichen. Unser Ziel ist es, dass unsere Nutzer:innen sich das Geld für einen teuren Steuerberater sparen können.

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Jochen Schöllig

Jochen ist Gründer und CEO von Steuerbot. Nach seinem Informatik-Studium in Esslingen gründete er Codeatelier und die Smart Home Zentrale homee. Außerdem ist Jochen als Angel Investor an spannenden Startups beteiligt.

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