ETF-DEPOT VERGLEICH (05/2021)

Welches Depot passt zu dir?

Du suchst das beste Depot für deine Geldanlage? Mit unserem ETF-Depot Vergleich verschaffst du dir einen schnellen Überblick zu den relevantesten Anbietern und deren Konditionen.

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Trade-Republic-Logo

98%
Sehr gut
Test 04/2021

Smartbroker

96%
Sehr gut
Test 04/2021

consorsbank-logo

96%
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Scalable-Capital_logo

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justTRADE-sm

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ING-depot

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flatex

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onvista-Bank

86%
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1822-Direkt

75%
Befriedigend
Test 04/2021

Was ist ein Depot?

Weißt du, was ein „Weindepot“ ist? Ein Weindepot ist ein Ort bzw. Lager, in dem Weine gelagert und aufbewahrt werden. Der Begriff „Depot“ stammt aus dem Französischen und bedeutet direkt übersetzt „Lager“.

In einem Weindepot wird Wein, in einem Aktien- oder ETF-Depot werden Wertpapiere aufbewahrt. Aktien gibt es mittlerweile seit über 350 Jahren. Früher erhielten die Aktionäre (Besitzer von Aktien) ein physisches Dokument, in dem das Eigentum bestätigt wurde. Dieser sog. Anteilsschein landete oftmals in einem physischen Schließfach – dem Depot.

Heutzutage werden Aktien nicht mehr physisch, sondern digital gehandelt und verwaltet. Das Wertpapierdepot wird nicht mehr physisch bei der Bank geöffnet, sondern per Login über deinen Browser oder mobile App.

Unter den Wertpapieren, die du in deinem Online-Depot verwalten kannst, fallen folgende:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Indexfonds (ETFs)
  • ETCs (Exchange Traded Commodities – „Rohstoffe“)
  • Aktienfonds
  • Zertifikate
  • Optionsscheine
  • Kryptowährungen

Sämtliche Wertpapiere werden in deinem Depot digital aufbewahrt. Du kannst es mit einem klassischen Girokonto vergleichen. Auch beim Depot erhältst du nach dem Login eine Übersicht über deinen Wertpapierbesitz, historische Transaktionen und dein Verrechnungskonto.

Dein Verrechnungskonto enthält im Vergleich zum Depot keine Wertpapiere – sondern Cash, mit dem du neue Wertpapiere kaufen kannst.

Depot vs. Broker

Die Begriffe „Depot“ und „Broker“ werden häufig synonym verwendet. Dabei besteht ein wichtiger Unterschied, denn Broker sind primär für die Abwicklung von Transaktionen (Wertpapierkäufe- und Verkäufe) verantwortlich, während ein Depot zur Aufbewahrung der gekauften Wertpapiere dient.

Angenommen du möchtest einen ETF kaufen. Dann gibst du eine Order an deinen Broker weiter, der diese wiederum an den entsprechenden Handelsplatz (z.B. Börse Frankfurt, Xetra etc.) weiterleitet. Dort wird Angebot und Nachfrage „gematched“ und die Transaktion wird so abgewickelt, dass du deinen ETF erhältst, während der Verkäufer den entsprechenden Verkaufswert auf sein Cash-Konto gebucht bekommt.

Beispiele für Broker sind Scalable Capital, Trade Republic oder Smartbroker. Sie wickeln die Transaktionen ab – dein Depot wird von einer Partnerbank (z.B. der Baader Bank) geführt. Dort kannst du auch auf dein Verrechnungskonto zugreifen.

Funktionsweise eines Depots?

Mit einem Depot beginnt deine Reise an die Börse. Sie bildet die Brücke zum Kapitalmarkt. Aktien- oder ETF-Depots erfüllen drei wichtige Funktionen:

Wertpapiere kaufen

Das Depot lagert deine Wertpapiere, der Kauf erfolgt über eine Abbuchung vom Verrechnungskonto (oder Cash-Konto). Auch wenn du eine Aktie verkaufst, wird die Aktie von deinem Depot zwar abgebucht – der Verkaufserlös landet auf dem Verrechnungskonto.

Wertpapiere verkaufen

Verkaufst du eine Aktie, wird der Bestand in deinem Depot angepasst und der Verkaufserlös fließt auf dein Verrechnungskonto. Dabei werden Gebühren und Steuern im Normallfall direkt abgezogen.

Kapitalerträge einsammeln

Einige Aktien oder ETFs enthalten eine ausschüttende Komponente. Hierbei handelt es sich z.B. um Dividenden- oder Zinserträge. Die Höhe bestimmt sich anhand des Bestandes in deinem Depot. Auch hier landen die Erträge auf deinem Verrechnungskonto.

Wer bietet Depots an?

Depots kannst du bei einem Neo-Broker, einer Direktbank oder einer klassischen Filialbank eröffnen. Direktbanken und Neo-Broker verzichten auf physische Filialen und setzen auf moderne digitale Angebote und einen rein digitalen Kundenservice. Depots können bei diesen Anbietern nur online eröffnet werden. Bei Neo-Brokern handelt es sich überwiegend um junge Fintechs mit innovativen Angeboten und Anlageklassen (z.B. Kryptowährungen), die gerade für jüngere Menschen interessant sind.

Der große Unterschied zwischen Filialbanken und Vorteil von Online-Depots (+Direktbanken) liegt in der Gebührenstruktur, den modernen Nutzeroberflächen und Apps. Da keine Filialen finanziert werden müssen, können diese Kostenvorteile über kostenlose Depots und niedrige Ordergebühren an die Kunden weitergegeben werden.

Dennoch bieten auch Filialbanken einige Vorteile. Das Wertpapierangebot ist meist größer und auch die Handelsplätze sind vielfältiger. Der persönliche Service kann gerade für „ängstliche“ Anleger zum Start vorteilhaft sein. Hier musst du nur aufpassen, dass du dir keine eigenen Produkte (z.B. teure Investmentsfonds) andrehen lässt, an denen nur der Bankberater Provisionen verdient. 

etf-depot-vergleich-broker
Beispiele für Neo-Broker, Online-Broker (Direktbanken) und Filialbanken - Stand 06/2021

Depot-Auswahlkriterien

Bei der Auswahl deines Depots gibt es unterschiedliche Auswahlkriterien, die du berücksichtigen solltest. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst:

Gebühren

Die Depotführungsgebühr, sowie die anfallenden Kosten beim Kauf von Wertpapieren und Ausführen von (ETF-)Sparplänen gehören zu den wichtigsten Auswahlkriterien bei der Depot-Auswahl. Je niedriger die Kosten, desto besser. Einige Anbieter bieten kostenlose Sparpläne und sogar Trading-Flatrates (z.B. Scalable Capital / 2,99€ pro Monat) an.

Unterschätze niemals die Macht von Gebühren. Langfristig können sie einen großen Teil deiner Rendite verschlingen. Ein durchschnittlicher Anleger mit einem Depotvolumen von 20.000 Euro und fünf bis zehn Transaktionen im Jahr zahlt bei einigen Filialbanken jährlich über 400 Euro mehr als bei einer Online-Bank oder Neo-Broker.

Achte auch darauf, dass die depotführende Bank keinen Negativzins auf deine Einlagen im Verrechnungskonto verlangt. Der Zinssatz liegt im Durchschnitt bei -0,50%.

Viele Broker verlangen für das reine Führen eines Depots eine monatliche fixe Gebühr. Diese schwankt je nach Anbieter von 1,90€ bis zu 9,90€ pro Monat.

Ordergebühren entstehen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Die Gebühr wird entweder prozentual  (z.B. 1% bei einem Volumen von 1.000€) oder fix pro Order berechnet (z.B. 1,50€ pro Order).

Bei Scalable Capital kannst du für 2,99€ pro Monat so viel kaufen und verkaufen, wie du willst (Trade-Flatrate). Wir empfehlen dir natürlich, nicht zu viel hin-und-her zu handeln – das kostet dich nur Zeit und Rendite.

Um Anleger zum Investieren zu motivieren, verlangen immer mehr Banken und Broker Zinsen auf deine Einlagen auf dem Verrechnungskonto.

Dies ist durch die aktuelle Niedrigzinsphase bedingt. Im Durchschnitt fallen -0,5% Zinsen auf deine liquiden Bestände (Cash) an.

Wertpapier- und Sparplanangebot

Wie du oben im Vergleich bestimmt schon erkannt hast, weicht die Anzahl an ETF-Sparplänen von Anbieter zu Anbieter ab. An dieser Stelle gilt: je klassischer du investieren möchtest, desto eher kannst du dieses Depot-Auswahlkriterium ignorieren. Grundsätzlich kannst du bei allen Brokern die wichtigsten Aktien, ETFs, Anleihen und Co. handeln.

Planst du jedoch Investments in exotische Anlageklassen oder Finanzinstrumente (z.B. Krypto, Zertifikate, Optionsscheine), dann gibt es dafür passende Broker.

Einlagensicherung

Das Thema wird glücklicherweise nicht allzu oft relevant. Dennoch solltest du wissen, was sie bedeutet.

Wenn dein Broker/Bank pleite geht, stellt sich die Frage, was mit deinen Wertpapieren und deinem Geld passiert. Mit deinen Aktien oder ETFs passiert in der Regel nichts Dramatisches. Sie sind Sondervermögen, d.h. sie werden von der Insolvenzmasse getrennt betrachtet.

Auf das Geld auf deinem Verrechnungskonto hast du im Fall einer Pleite manchmal keinen Zugriff mehr. Du hast zwar einen Anspruch gegenüber von deinem Broker bzw. Bank – aber wenn kein Geld zur Rückzahlung da ist, ist dein Cash weg.

In diesen Fällen greift die Einlagensicherung. Bei einem Broker innerhalb der Europäischen Union sind Deine Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Broker gesetzlich gesichert. Liegst du unter dem Betrag, ist dein Geld sicher. Befindest du dich über der Schwelle, kannst du darüber nachdenken dein Vermögen auf mehrere Broker zu verteilen oder deinen Cash-Bestand zugunsten neuer Wertpapiere zu reduzieren.

Benutzeroberfläche und App

Bei Direktbanken und Neo-Brokern kannst du dich in der Regel auf eine tolle Benutzeroberfläche und mobile Apps freuen. Das ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Auswahlkriterium. Wir shoppen vom ICE aus, warum sollten wir nicht auch Wertpapiere von unterwegs kaufen dürfen?

Achte vor der Depoteröffnung darauf, dass dir die Bedienung und Funktonen zusagen. Investieren soll nämlich auch Spaß machen und bequem sein.

Wie eröffnet man ein Aktiendepot?

Der Prozess der Depoteröffnung unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Im Normallfall durchläufst du im Rahmen des Eröffnungsprozesses die folgenden Schritte:

  1. Passenden Anbieter finden
  2. Registrierung
    1. Eingabe von persönlichen Daten (Name, Adresse etc.)
    2. Verifizierung deiner Identität nach dem Geldwäschegesetz (GWG) über geeignetes Identifizierungsverfahren wie beispielsweise POSTIDENT, Online Ausweisfunktion (eID) oder persönlich in einer Postfiliale.
  3. Einzahlung von Geld auf deinem Verrechnungskonto
  4. Kauf von Wertpapieren
    1. Einmalanlagen
    2. Einrichtung von (ETF-)Sparplänen

Darüber hinaus verlangen Online-Broker/Banken eine schriftliche Selbstauskunft über deine Börsenerfahrung – es wird beispielsweise gefragt, ob du schon einmal mit Aktien oder ETFs gehandelt hast oder wie hoch deine Risikobereitschaft ist.

Die Banken sind zu diesen Fragen verpflichtet, weil der Gesetzgeber verhindern will, dass unerfahrene Privatanleger für sie unpassende Finanzprodukte kaufen.

Du musst die Selbstauskunft nicht ausfüllen. Es kann allerdings sein, dass du von bestimmten (spekulativen) Trades ausgeschlossen wirst.

Depotanbieter wechseln

Grundsätzlich kannst du so viele Depots eröffnen, wie du willst. Die Eröffnung erfolgt immer unabhängig von deinen bestehenden Depots.

Fragezeichen treten häufig dann auf, wenn es um den Depotübertrag geht. Beim Übertrag werden sämtliche Wertpapiere von Depot X auf Depot Y übertragen. Das ist grundsätzlich immer möglich, es gibt jedoch einige Fallstricke, die du beachten solltest.

Es können nur solche Wertpapiere übertragen werden, die auch beim neuen Broker handelbar sind. Bietet dein neuer Broker nur noch 100 anstatt 2.000 ETFs, dann solltest du dich vorher genau darüber informieren, ob ein Depotübertrag möglich ist. Im Zweifel frage einfach beim Kundenservice nach.

Außerdem können nur ganze Wertpapiere übertragen werden. Hast du z.B. im Rahmen von Sparplänen Anteile an einer Aktie aufgebaut, kannst du diese „Teilstücke“ nicht übertragen. In dem Fall musst du dich fragen, ob du den Depotwechsel trotzdem durchführen möchtest. Denk dran: mehr Depots bedeutet auch einen höheren Verwaltungsaufwand.

Depot und Steuern

Kapitalerträge (Kursgewinne, Dividenden, Zinsen etc.) werden in Deutschland mit der Kapitalertragssteuer belegt. Sie beträgt pauschal 25%. Bist du kirchensteuerpflichtig, kommt hier noch der entsprechende Steuersatz (je nach Bundesland) oben drauf. Bei der Kapitalertragssteuer handelt es sich um eine sogenannte Quellensteuer. Das heißt, dass die Steuern direkt bei der Quelle abgezogen wird.

Das heißt konkret: Ist der Anbieter deines Depots in Deutschland ansässig, dann führt dieser die Steuer direkt an das Finanzamt ab. Aktuell existiert ein Steuerfreibetrag von 801€ für Singles (1.602€ für Ehepaare). Bis zu diesem Betrag sind deine Kapitalerträge komplett steuerfrei. Du hast den Begriff „Sparerpauschbetrag“ sicherlich schon mal gehört.

Um vom Freibetrag zu profitieren, musst du bei deinem Broker einen sogenannten Freistellungsauftrag einrichten. Das kannst du per App oder Online-Banking erledigen.

Welche ETF-Depots empfehlen wir?

Besonders Scalable Capital, Trade Republic, Smartbroker und auch justtrade haben uns im ETF-Depot Vergleich überzeugt. Die Kritik an den Neo-Brokern ist aus unserer Sicht nicht ganz berechtigt. Natürlich setzen niedrige Gebühren Anreize dazu, öfter zu handeln. Die Entscheidung triffst am Ende des Tags immer noch du als Anleger.

Niedrige Gebühren sind ein Segen bei der Geldanlage, da sie deine Rendite in Ruhe lassen. Das ETF-Angebot der Online-Broker ist zudem sehr breit. Für jeden Anlegertypen ist etwas dabei. Die moderne Benutzeroberfläche und Features der jungen Fintechs hat uns im Test überzeugt. Kein Wunder, dass sie in sämtlichen Vergleichen regelmäßig Top-Positionen erzielen.

ETF-Depot Vergleich - FAQ

Falls du Fragen zum ETF-Depot Vergleich hast, schick uns gerne eine E-Mail.

Ein Depot ist ein digitaler Aufbewahrungsort für Wertpapiere. Willst du in Aktien oder ETFs investieren, benötigst du ein Depot.

Die folgenden Depot-Auswahlkriterien sind besonders wichtig:

  •  Niedrige Gebühren
  • Gute Benutzeroberfläche
  • Einlagensicherung
  • Breites Angebot an Wertpapieren und Sparplänen

Indem du einen sog. Depotübertrag anforderst. Frage hier im Zweifel bei deinem neuen Broker nach weiteren Informationen.

„Teilstücke“ von Wertpapieren und beim neuen Broker nicht handelbare Wertpapiere können nicht übertragen werden.

Im Normallfall ist ein Depotübertrag kostenlos.

Dies kommt ganz auf den Depotanbieter und vor allem die gewählte Identifizierungsmethode an. Manche Depoteröffnungen dauern nur 30 Minuten, während es bei anderen aufgrund der Post-Identifizierung und Einrichtung 2 Wochen dauert. Ein für dich passendes Depot findest du mit unserem Depotvergleich.

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