Was kosten Hunde und andere Haustiere im Jahr? (2021)

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Carlos | | 5 Minuten

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Vierbeiner sind in Deutschland so beliebt wie in fast keinem anderen Land in Europa. Über 34,3 Millionen Haustiere hielten Deutsche in 2019 – von Katzen über Hunde, bis hin zu Fischen und Schlangen.

Haustiere sollten auf keinen Fall aus reiner Laune heraus angeschafft werden. Neben einer Menge Arbeit bringt eine Anschaffung vor allem Kosten mit sich. Doch wie viel kosten Hunde und andere Haustiere genau?

Hier einmal eine kleine Übersicht aus einer Getsurance Studie (2016):

Pferd
2.880 Euro
Hund
1.224 Euro
Katze
840 Euro
Schildkröte
540 Euro
Fisch
420 Euro
Wellensittich
348 Euro
Meerschweinchen
276 Euro
Hase & Hamster
230 Euro

Wir werden uns jetzt konkret anschauen, was dich ein Hund pro Jahr kostet.

Lass uns loslegen.

  Inhaltsverzeichnis

Was kosten Hunde im Allgemeinen?

Viele Menschen haben beim Kauf eines Hundes nur die Anschaffungskosten und die laufenden Kosten für Hundefutter im Sinn. Das ist jedoch eine gefährliche Einschätzung.

Mit diesen Kosten musst du als Hundebesitzer im Alltag rechnen:

Einmalige Kosten für Hunde

Zu den einmaligen Kosten gehören der Anschaffungspreis, sowie die Kosten der Erstausstattung, die du für deinen Vierbeiner brauchst.

Anschaffungspreis

Welcher Betrag auf dich zukommt ist abhängig von verschiedenen Faktoren – Rasse, Alter, Vorerkrankungen, Art des Züchters.

Kaufst du den Hund bei einem seriösen Züchter, kannst du mit Kosten zwischen 500 und 2.000 Euro rechnen. Ein Hund aus dem Tierheim stellt die günstigste Alternative dar. Dort musst du nur die sogenannte Schutzgebühr zahlen – diese liegt im Normallfall zwischen 150 und 500 Euro.

Kosten für Erstausstattung

Neben dem Anschaffungspreis bildet die Erstausstattung den größten Kostenblock. Zu den einzelnen Posten gehören:

Je nachdem wo du die jeweiligen Produkte kaufst, wirst du mehr oder weniger zahlen. Du solltest in jedem Fall mit ca. 300 Euro rechnen.

Monatliche Ausgaben für Hunde

Das sind die Ausgaben, die gerne unterschätzt werden.

Hundefutter

Hundebesitzer setzen seit Jahren verstärkt auf eine gesunde Ernährung ihrer Vierbeiner. Das ist auch genau richtig, da du so langfristige Kosten für Gesundheit und Medikamente sparst.

Wie hoch die Kosten sind hängt auch hier stark von der Hundegröße ab. Bei mittelgroßen Hunden und für Futter in ordentlicher Qualität kannst du mit ca. 50 – 100 Euro pro Monat rechnen – Luft nach oben besteht immer.

Tierarzt

Eine Garantie, dass dein Hund ein Leben lang gesund bleiben wird, gibt es nicht. 

Komplizierte Eingriffe und Therapien können jederzeit notwendig sein. Erst kürzlich musste der Hunde eines nahen Bekannten von mir am Auge operiert werden. 

Kosten: 1.250 Euro.

Unabhängig davon solltest du mindestens einmal im Jahr einen Tierarzt aufsuchen. Regelmäßiges Impfen und Entwurmen wird von den meisten Experten empfohlen. Du kannst mit rund 100 bist 150 Euro pro Jahr für diesen Posten rechnen, sollten keine außergewöhnlichen Behandlungen notwendig sein.

Dogsitting

Ob Urlaub oder spontaner Anruf vom Chef – es kann immer mal passieren, dass du jemanden brauchst, der auf deinen Vierbeiner aufpasst. Gerade große Hunde solltest du nicht alleine in der Wohnung lassen.

Ein Hundesitter kostet im Durchschnitt 10 und 15 Euro pro Monat. Hundepensionen verlangen für einen ganzen Tag zwischen 20 und 50 Euro.

Unser Spartipp: Plane einen Urlaub frühzeitig und frage bei deiner Familie und Freunden nach, ob sie denn Lust hätten auf deinen Hund aufzupassen.

Hundesteuer und Versicherungen

Lass uns einmal einen Blick auf die Kosten für Steuern und Versicherungen werfen.

Hundesteuer

Die Höhe der Steuer ist abhängig von deinem Wohnort. Jede Gemeinde legt ihren Satz individuell fest. In der Regel wirst du zwischen 50 und 200 Euro zahlen müssen.

Sonderfall: Kampfhunde

Die Kampfhundesteuer beträgt je nach Gemeinde ca. 600 bis 900 Euro pro Jahr. Begründet wird sie mit der Gefährlichkeit, die von bestimmten Hunderassen ausgeht.

Darunter fallen: Pitbulls, Bullterrier, Rottweiler und Mastiffs.

Du kannst die hohe Steuerlast jedoch dadurch umgehen, indem du nachweist, dass von deinem Hund keine Gefahr ausgeht. Das geht mit einem sogenannten Wesenstest.

Hundehalterhaftpflicht

In Berlin ist der Nachweis einer speziellen Haftpflicht für Hunde verpflichtend. So auch in Hamburg, Niedersachsen oder Thüringen. In anderen Bundesländern gilt die Pflicht nur für bestimmte Rassen (z.B. Kampfhunde).

Wir können dir diese finanzielle Absicherung nur dringendst empfehlen. Du kannst das Verhalten deines Vierbeiners nur bis zu einem bestimmten Punkt kontrollieren. Ein kleiner Ausfall und du landest im finanziellen Ruin.

Pro Jahr kannst du hier mit 50 bis 120 Euro rechnen.

Hundekrankenversicherung und OP-Versicherung

Hier hast du die Wahl zwischen einer reinen OP-Versicherungen und einer Krankenvollversicherung.

Kosten einer OP-Versicherung: 10 bis 25 Euro pro Monat
Kosten einer Krankenvollversicherung: 30 bis 70 Euro pro Monat

Informiere dich in jedem Fall vor dem Abschluss über den Umfang der abgedeckten Leistungen. Diese variieren von Anbieter zu Anbieter.

Hundeschule

Eine Hundeschule ist ideal, um deinem Vierbeiner „Manieren“ beizubringen. Außerdem lernst du andere Hundebesitzer kennen, mit denen du dich austauschen kannst.

Wer einmal die Woche einen Kurs besucht, sollte mit 40 bis 80 Euro pro Monat rechnen. Eine Stunde im Welpenkurs kostet z.B. 10 bis 20 Euro pro 60 Minuten.

Unregelmäßige Kosten

Neben den planbaren Kosten, gibt es noch spontane Kosten, auf die du dich in jedem Fall mit einem „Hundenotgroschen“ vorbereiten solltest. Halte im Idealfall eine Rücklage parat, mit der du die Kosten der Erstausstattung dreifach decken könntest.

Spielzeug, Leinen oder das Hundebett werden nicht ewig halten. Besonders junge Hunde verursachen nicht selten Unfälle zu Hause, wofür du Reparaturen zahlen oder neue Dinge ersetzen musst.

Bei einigen Hunderassen ist zudem der Besuch eines Hundefriseurs empfehlenswert. Je nach Größe zahlst du für eine Behandlung 50 bis 100 Euro.

Kastration

Nicht jeder möchte ein Hund zu Hause haben, der sich jederzeit fortpflanzen könnte. Eine Kastration macht in vielen Fällen Sinn – auch weil sich dadurch bestimmte Erkrankungen vermeiden lassen.

Hast du deinen Hund im Tierheim abgeholt, wirst du keine weiteren Kosten tragen müssen.

Kosten für Rüden: ca. 100 Euro
Kosten für Hündin: ca. 400 Euro

Beispielrechnung: So viel kostet ein Hund über seine gesamte Lebensdauer

Was dein Hund kosten wird, ist schwer zu sagen. Lass uns das Ganze einmal anhand einer Beispielrechnung betrachten. Wir haben dafür Durchschnittswerte gewählt und gehen von einer Lebensdauer von 13 Jahren aus.

Hundesteuer: 10 Euro
Haftpflicht: 8 Euro
Versicherung: 30 Euro
Hundefutter: 40 Euro

Tierarzt: 10 Euro
Sonstige Kosten: 10 Euro

16.848 Euro

16.848 Euro – das ist eine Menge Geld, mit der die wenigsten Menschen rechnen. Dabei haben wir in der Beispielrechnung sogar Kosten für Hundesitter und die Hundeschule noch außen vor gelassen. 

In Summe kannst du für diese beiden Posten noch mit ca. 7.000 Euro zusätzlich rechnen.

Was kosten andere Haustiere? (Infografik)

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